Auszug aus: Die Göttin - eine Reise ins Licht von Hanimun

Autor: Hanimun
Titel: Auszug aus: Die Göttin - eine Reise ins Licht
Kategorie: Romane & Erzählungen
publiziert am: 27.04.2010 16:42
Inhalt:

Das Auge Gottes – The Helix Nebula
Hier möchte ich nun ein merkwürdiges Erlebnis zum Besten geben. Im Rahmen meiner Berufstätigkeit gab es wie schon erwähnt, von jedem Kollegen hin und wieder auch einen so genannten mystischen Tipp und ganz besonders weckte eine Künstlerin meine Interesse, denn sehen wir das mal so: Mein zweiter Name war "Neugier"! Genannte Künstlerin war nämlich ein Engelsmedium und dies wollte ich alsbald ergründen und so bat ich die eine Kollegin auf der Arbeit einmal zu fragen ob ich einmal einen Besuch bei der alten Dame machen könnte. Meine Bekannte stimmte gerne zu und ergoss sich förmlich in Form von lobenden Worten über die Kunstwerke der alten Dame. Sie beteuerte, dass ausnahmslos diese Werke durch Visionen entstanden seien und allesamt an das Universum erinnerten. Jedoch die Künstlerin weder Fernsehen hatte und auch keinen Computer und somit sich eindeutig die Frage stellte: Woher kannte sie aber so viele Gebilde im All? Die Künstlerin las seit vielen Jahren keine Bücher mehr, denn ihre Arbeit und das Meditieren nahm viel Platz ein. Meine Kollegin erzählte hier lobend über ein bestimmtes Werk der Künstlerin, nämlich eines mit dem Namen: "Das Auge Gottes!" Dies Orakel aber erweckte nun mein Interesse, aber meine Kollegin vertröstete mich auf bald, schließlich hätte ich ja sicher demnächst das Vergnügen besagte alte Dame zu besuchen. Nach kurzer Zeit schon hatte ich aber inzwischen eine ziemlich klare Vorstellung von meinem ganz persönlichen Bildnis: "Das Auge Got-tes". So rückte der Tag heran und ich traf ganz auf-geregt bei der Künstlerin ein. Ich war nun sehr ge-spannt welche Entdeckungen ich machen sollte und war ganz und gar nicht schüchtern und es sprudelten mir da mit sofortiger Wirkung hundert Fragen hierzu heraus. Die alte Dame zeigte eine "Engelsgeduld" und hatte hier recht schnell ihre Lebensgeschichte zum Besten gegeben. "Christine, du brauchst nichts über dich zu erzählen, ich weiß doch schon alles Wichtige über dich und dein Leben. Du hast schon von Kindheit an diesen besonderen Draht nach oben und ich weiß, dass du in der Mitte deines Lebens ebenfalls, so wie ich, reichlich diese "Botschaften" der Engel erhältst. Denke nicht, dass du verrückt bist, es ist Wirklichkeit und du wirst bald vielen Menschen helfen können. Habe bitte Vertrauen! Ich weiß, dass du im Grunde auch eine Künstlerin bist und dies zum Ausdruck bringen kannst.“ "Oh! Aber leider aber nicht wie sie durch Malerei, lediglich durch die Kunst der Schreiberei, auch in Form von Gedichten kommt das zum Ausdruck. Ich aber hätte nicht schlecht Lust ihr Lebenswerk zu ehren und ihren Werdegang in einem besonderen Buch fest zu verankern.“ "Ja, sehr gerne Christine, aber ich fürch-te ich lebe nicht mehr lange genug. Meine Lebens-energie geht nun allmählich zu Ende und die Engel haben ihre liebe Mühe mir die notwendige Energie zu schicken. Ein Besuch wie heute ist selten gewor-den, denn anschließend bin ich sehr schwach und muss mich dann einige Zeit zurückziehen und die Engel arbeiten dann an mir.“ "Sie sehen doch noch wie das blühende Leben aus!“ "Danke der liebevol-len Komplimente! Aber nun zu dir: Ich möchte das du nun die Augen schließt und mit mir eine Medita-tion machst. Lasse dich ganz fallen und manifestiere ein Bild das in dir aufsteigt. Du weißt, was ich mei-ne, denn du hast sehr oft diese Art der Visionen. Gebe dieser Vision einen Namen und öffne dann die Augen!“ Ich tat es sogleich und es fiel auch nicht schwer, denn ich fühlte mich bei der alten Dame recht wohl. In der Tat stieg sofort ein Bild vor mei-nem geistigen Auge auf und ohne nachzudenken hatte ich im ersten Impuls einen Namen ausgesucht. Über das Ergebnis aber war ich keineswegs über-rascht. Ich lächelte die Künstlerin an und diese nahm meine Hand und schlurfte mit mir zusammen zu einer Staffelei. Dort angekommen zeigte sie auf al-lerlei Farbpinsel und die Farbpalette und sagte: "So, nun nehme dir ein wenig Zeit und male deine eigene Vision hier auf die Leinwand. Lass dich hier jetzt nicht stören, ich werde uns inzwischen eine schöne Tasse Tee machen!“ "Oh! Das glaube ich aber nicht, dass ich das kann. Meine letzten Malkünste sind schon so viele Jahre her und ich fürchte ich kann das nicht mehr!“ " Christine, du schaffst das schon! Du bist talentiert und man hat dir dein Glaube an dich selbst eines Tages genommen. Denke doch daran, erst als du deinen Glauben an dich wieder in dir selbst entdeckt hast, erst dann zeigten sich ja auch alle deine außergewöhnlichen Fähigkeiten wieder. Deine Wankelmütigkeit macht dich talentlos. Fang einfach an! Nur du hast hohe Ansprüche an dich selbst, ich hingegen habe keine Ansprüche!“ So sprach sie und schlurfte in die Küche und ich schloss noch einmal meine Augen um dieses Bild einzufan-gen, welches ich kurz zuvor in mir aufgenommen hatte. Recht schnell hatte ich ein Meisterwerk in Farbe auf Leinwand gebannt und betrachtete das Bildnis. In der Tat glich es meiner Vision und selbst das Farbspektrum schien eine Kopie dieser Vision zu sein. Schon erschien auch wieder die alte Dame und begutachtete mein Werk und schwieg einige Zeit. Sie sprach: "Das war deine Vision?! Erstaun-lich! Welchen Namen hast du dem Bild gegeben?" "Es fiel mir sofort der Satz: "Das Auge Gottes" ein!" Die Künstlerin nahm mich bei der Hand und führte mich nun zu einer weiteren Staffelei. Diese war mit einem hellen Leinentuch abgedeckt. Sie machte ein Handzeichen ich solle es lüften, was ich auch sofort tat, denn ich war nun neugierig geworden was sich dahinter verbarg. Ich war schier entsetzt im ersten Moment, denn es schaute mich mein Kunstwerk an! Dasselbe Bild mit übereinstimmender Farbgebung in solch vollendeter Schönheit! Sogleich nahm ich mein eigenes Bildnis vorsichtig von der Staffelei und hielt es neben das Werk der Künstlerin. Ich konnte keinen Unterschied entdecken! Mit nur einer Ausnahme: Ihres war am unteren Bildrand signiert und ein Titel war in winzigen Buchstaben einge-zeichnet: "Das Auge Gottes". Mir verschlug es nun die Sprache. Die alte Dame lächelte und hielt mir eine Tasse Tee hin die ich sofort leer trank." Das hat dich jetzt sehr verwirrt Christine. Anfangs ging es mir wie dir, wenn sich solche Ereignisse zeigten, aber mit der Zeit habe ich gelernt alles aus einer hö-heren Warte zu betrachten und habe das Vertrauen in mir ganz fest verankert. Anfangs habe ich das hier für Phantasien gehalten, da war ich so alt wie du etwa. Weißt du, zu dieser Zeit hatte man sich nicht so intensiv wie heute mit Grenzwissenschaften be-schäftigt. Sicherlich es gab auch schon wissenschaft-liche Abhandlungen von Parapsychologen, aber im Stillen bemerkt, hat man das ja allgemein für Hum-bug gehalten. Ich war da keine Ausnahme, schließ-lich war ich Frau Professor in Kunst und Geschichte und all das, was ich nun theoretisch gelernt hatte konnte ich anwenden und auch als Dozentin weiter-geben. Eines Tages jedoch, geschah das Merkwürdi-ge, denn als ich begann zu meditieren, was mir je-mand empfohlen hatte, weil ich ja ständig unkonzentriert und nervös war, da stellten sich diese Bilder ein und seither male ich sie. Die Stimmen meiner Engel höre ich beinahe schon so lange. Ich habe mich damals, weil ich doch so verzweifelt war, gründlich untersuchen lassen, aber die Diagnose hieß stets: Sie sind ausgesprochen gesund - keine psychologischen Defekte und keine neurologische Ausfallserscheinung!“ "Ja, das kenne ich! Man glaubt man wird verrückt. Ihre und meine Visionen sind im Grunde tatsächliche Erscheinungen im Uni-versum. Schaut man sich heute einmal die Aufnah-men der Weltraumsonden an, so wird man mit Si-cherheit einige ihrer gemalten Werke wieder finden. Da sie aber diese Bilder schon vor 40 Jahren gese-hen haben, also zu einer Zeit, wo es solche Aufnah-men noch nicht gab, ist doch bewiesen, dass sie mit Hilfe der Engel einen Blick in die Weiten des Uni-versums machen konnten. So und nicht anders ver-hält es sich ja auch mit meinen Visionen die ich nun seit etwa 2 Jahren erleben darf." "Ich wusste, als du dich um einen Besuch bei mir bemüht hast, dass wir uns ähnlich sind und ich wusste auch, als meine Freundin sagte, dass du weißt wie das Auge Gottes aussieht, dass du das Bild ebenso siehst wie ich! Das haben mir die Engel gesagt." "Sie dürfen mein Bild gerne behalten, sozusagen als ein Beweis für die Engelsenergie!" "Danke, lass uns noch den leckeren Kuchen hier aufessen und wir können noch etwas plaudern. Weißt du, ich bin eine alte Frau und meine Lebensenergie reicht noch für ein Jahr, mehr nicht. Ich werde jetzt alles regeln und auch meine Freundin hilft mir dabei. Ich habe noch einige anstrengende Pressetermine, auch im Fernsehen, aber ich mag es nicht. Aber ich möchte für meine Werke einen guten Käufer finden. Gut im Sinne von: Gutherziger und Gottesgläubiger Mensch! Ein Mensch der hier bereit wäre die Bilder gesammelt zu erwerben und der sie durch die Welt schickt und sie als Botschaft überall ausstellt. Das aber, so hoffe ich doch, nicht nur in feudalen Kunstakademien oder in Museen, sondern besser noch da, wo der Mensch im wirklichen Leben zu finden ist, wie etwa in Schulen, Universitäten, Krankenhäusern und auch in Altenheimen. Daran verschwende ich noch meine letzte Energie. Um finanziellen Gewinn geht es hier nicht. Sicher sollte es so viel sein, dass es mir an nichts mangelt, aber mehr brauche ich nicht. Den Rest bekommt meine Freundin, sie ist jung und hat noch Pläne, sie kann es gut gebrauchen und sinnvoll einsetzen." "Ich fühle mich geehrt sie kennen gelernt zu haben und wenn sie erlauben, dann erwähne ich sie in meinem Buch. Das wäre mir eine große Freude!" " Das freut mich Christine. Wenn ich gestorben bin, dann schicke ich dir eine Botschaft. Ich bin sicher das klappt! Ich wünsche dir alles Gute." "Das wünsche ich ihnen auch!" Liebevoll reichte man sich die Hand und ver-abschiedete sich. Es sollte wohl ein Abschied für immer sein, denn exakt nach einem Jahr war die Künstlerin verstorben. Sie hatte Wort gehalten und eine Botschaft zu mir geschickt, denn ich erhielt eines Tages eine merkwürdige Mail mit nur einem Bild, einer Weltraumaufnahme aus einer Sonde, ein bunter Sternennebel, in orange-rot-gold und in der Mitte eine Iris in himmelblau. Der Text lautete: "Das Auge Gottes". Ich schrieb an den Absender zurück um zu erfragen, wer den der Unbekannte wäre, denn eines war klar, weder die alte Dame, noch ihre Freundin hatten einen Computer oder konnten damit umgehen, geschweige denn eine Mail schicken, so musste ich aber feststellen, dass meine Anfrage aber stets zurück kam mit der Bemerkung: Mailkonto unbekannt oder gelöscht. Das war dann schon sehr rätselhaft und ich rief nun meine Kollegin an und erkundigte mich nach der Künstlerin. Obwohl ich da schon wusste, dass sie wohl nicht mehr unter den Lebenden weilte, war ich trotzdem sehr berührt und betroffen, dann zu erfahren, dass sie schon gestorben war. Ich erinnere mich gerne an sie und erst kürzlich bin ich mit meinem Herzensmann wie so oft ins Al-tenheim um unsere Schützlinge Ehrenamtlich zu besuchen. Auf dem Rückweg aber benutzten wir entgegen unserer Gewohnheit den Treppenaufgang statt den Fahrstuhl und entdeckten eine wunderbare Ausstellung. Siehe da! All die wunderbaren Bilder waren von der verstorbenen Seele, wie ich sofort anhand der Signatur erkennen konnte. Ich freute mich riesig, dass der letzte Wunsch der alten Dame erfüllt wurde und ihre Kunst nun überall zu sehen ist und der Käufer, wer auch immer das sein mag, ein guter Mensch ist, der hier verstanden hat, dass dies Botschaften sind die in die Welt hinaus getragen werden wollen. Allerdings befand sich "das Auge Gottes" nicht unter den Werken und heute frage ich mich, wo es wohl ab geblieben ist? Hatte sich der Käufer womöglich darin so verliebt, dass er es nicht übers Herz brachte es auszustellen? Meine große Ehrfurcht aber verhinderte dann den tiefgründigen Wunsch der Angelegenheit auf die Spur zu kommen und ich ließ die Sache auf sich beruhen. Aber ich erinnere mich jetzt nur zu gut daran, dass ich der begabten Künstlerin damals versprochen hatte, sie in meinem Buch zu erwähnen und so möchte ich das hiermit in Hochachtung tun!

Anmerkungen des Autors:

Die Autorin:

Christine Barth, 1965 in Mainz geboren und Mutter zweier Söhne, lebt und wirkt heute in Berlin. Sie ist esoterische Lebensberaterin, welche sie durch ihre angeborene Hellsicht als Medium und die Kunst des Kartenlegens vervollkommnen konnte. Christine ist
überzeugte Lichtarbeiterin/Geistheilerin/Buddhistin und hat als Autorin in ihrem ersten veröffentlichen Werk: Die Göttin - eine magische Reise durch das Leben, deutlich gemacht, dass sie in die Fußstapfen ihres Urahnen Carl Zuckmayer treten möchte: Ihre höhere Berufung, die „Spirituallität“, leben und in die Welt hinaus verkünden.

Die Co – Autorin:

Sylvia Liedtke, 1961 in Berlin geboren, Mutter eines Sohnes ist heute freiberuflich als Lebensberaterin und hellfühlige/hellsichtige Kartenlegerin tätig. Ihre Schwerpunkte beziehen sich auf Karmaberatung und Astrologie. Sylvia ist überzeugte Lichtarbeiterin und Engelsmedium. Sie ist leidenschaftliche Autorin von Gedichten, welche zum wiederholten Male in einem Gedichtband eines großen, renommierten Verlages veröffentlicht wurden.

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